Dienstag, 14.12.2010

Die Zukunft der Jugendfreiwilligendienste in Sachsen

Im Zuge der Debatte um das Aussetzen der Wehrpflicht, die ja bislang vorrangig auf Bundesebene geführt wurde, veranstaltete der Arbeitskreis „Soziales und Verbraucherschutz“ der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages ein Forum zum Thema „Zukunft der Jugendfreiwilligendienste“.

Dazu konnten wir am 12. November Herrn Dr. Tobias Viering als Referenten im Sächsischen Landtag begrüßen. Herr Dr. Viering ist Leiter des Referates Jugendfreiwilligendienste, Freiwilligengesetz, Freiwilligensurvey im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Circa 40 Vertreterinnen und Vertreter aus den jeweiligen Fachverbänden und Initiativen, weitere Kollegen des Arbeitskreises und vom Koalitionspartner FDP verfolgten aufmerksam die Ausführungen des Referenten hinsichtlich der derzeitigen und zukünftigen Entwicklung der Freiwilligendienste in Deutschland.

Einhergehend mit dem geplanten Aussetzen der Wehrpflicht, soll auch der Zivildienst voraussichtlich ab Mitte des Jahres 2011 ausgesetzt werden. Anstelle dessen plant der Bund die Einführung eines Bundesfreiwilligendienstes (BFD) ab dem 01. September 2011.

Jedoch werde dieser parallel zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) der Länder laufen und in keinem Konkurrenzverhältnis dazu stehen. Zudem will der Bund ab dem 01. Januar 2011 die Mittel für das FSJ aufstocken und weitere 10.000 Plätze bundesweit fördern.

Welchen hohen Stellenwert die Jugendfreiwilligendienste auch in Sachsen einnehmen, erörterten mein Kollege Alexander Krauß MdL und ich in der anschließenden Diskussion mit den Beteiligten.

In diesem Kontext bin ich sehr froh, dass es uns gelungen ist, die Mittel zur Förderung des FSJ in den kommenden beiden Jahren deutlich zu erhöhen. Der Regierungsentwurf sah für die Förderung des FSJ im Doppelhaushalt 2011/2012 jeweils 900.000 Euro vor – das entspricht 500 geförderten FSJ-Stellen. In den Haushaltsverhandlungen einigten sich CDU und FDP auf die Bereitstellung von 1,4 Millionen Euro (777 geförderte FSJ-Stellen) im Jahr 2011 und 1,3 Millionen Euro (722 geförderte FSJ-Stellen) im Jahr 2012. Außerdem werden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) jährlich weitere 170 FSJ-Stellen für benachteiligte Jugendliche sowie weitere 300 Stellen für das Freiwillige Ökologische Jahr gefördert.

Damit schaffen wir eine gute Basis, um auch in den kommenden Jahren jungen Menschen die Gelegenheit zu geben, eine wichtige Phase der Lebens-und Berufsorientierung zu absolvieren.

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