Archive für Januar 2011

Montag, 24.01.2011

Die Doppelmoral der (Dresdner) Linken

Es ist ja längst kein Geheimnis mehr, dass eine unerhörte Doppelmoral das Bindeglied zwischen Wahlprogramm, politischen Parolen und der gelebten Realität der Partei DIE LINKE ist.

Ob auf Bundes-, Landes- oder Kommunalebene: Das private Handeln einiger Parteimitglieder und Mandatsträger der Linken steht in einem erheblichen Widerspruch zu deren politischen Aussagen und den programmatischen Eckpunkten der Partei.

Toleranz anderen gegenüber ist ein zentraler Bestandteil in unserer Gesellschaft. Dennoch kann und sollte man es nicht hinnehmen, wenn der Parteivorsitzende der Linken, Klaus Ernst, einen Lebensstil führt, den er anderen gern zum Vorwurf macht, und im Gegensatz dazu stets und ständig soziale Gerechtigkeit postuliert.

Bisweilen nimmt diese Diskrepanz von Gesagtem und Getanem komische Züge an. So könnte man meinen, die Linken würden sich damit doch nur selbst schaden. Weit gefehlt!

Mit diesen Unwahrheiten missbrauchen sie auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in ihre Volksvertreter und tragen somit entscheidend dazu bei, Politikverdrossenheit weiter zu fördern.

Auch in Dresden hat diese Heuchelei unlängst Einzug gehalten: Vor allem die Linken hatten einen maßgeblichen Anteil daran, dass an den Adventssonntagen 2010 in Dresden keine Geschäfte öffnen durften. Dabei berief man sich stets auf den Schutz des Sonntages als Familientag. Scheinheiligkeit im wahrsten Wortsinn!

So war es der Dresdner Stadtrat und Vorsitzende des Stadtverbandes der Linken in Dresden, Hans-Jürgen Muskulus, der am 4. Adventssonntag des vergangenen Jahres in Leipzigs Kaufhäusern auf Einkaufstour unterwegs gewesen ist.

Nicht nur, dass auch seinetwegen in Dresden die Händler ihre Geschäfte nicht öffnen durften und somit Kaufkraft abwanderte, welche die Gewerbetreibenden fest eingeplant hatten. Vor allem die Art und Weise, wie Muskulus den für ihn peinlichen Umstand begründete, ist eine Farce und ein Schlag ins Gesicht der Dresdner Unternehmer und letztlich der gesamten Dresdner Bevölkerung. Über den Pressereferenten ließ er schließlich verlauten, dass er sich doch nur vor Ort ein Bild über die dortige Ladenöffnung gemacht habe. Schließlich müsse man doch wissen, über was man redet.

Das ist nichts Neues. Hat doch auch schon die Dresdner Linken-Stadträtin und Landtagsabgeordnete, Annekatrin Klepsch, kürzlich behauptet, sie führe Feldstudien über verkaufsoffene Sonntage durch, als sie an einem Sonntag beim Einkaufen im IKEA Dresden erwischt wurde.

Abschließend stellt sich nur noch die Frage: Herr Muskulus, Frau Klepsch: Worüber reden Sie denn nun eigentlich? Ein schönes Wintermärchen, Herr Muskulus!

Passend dazu heißt es in Heinrich Heines Werk „Deutschland. Ein Wintermärchen“:

„…,sie tranken heimlich Wein Und predigten öffentlich Wasser.“

Ein Gewerbetreibender hat sich zu diesem Verhalten bereits klar positioniert: Er erteilte Muskulus Hausverbot in seinem Geschäft.

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