Patrick Schreiber auf Sommertour
Der Arbeitskreis für Soziales und Verbraucherschutz der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages hat auch in diesem Jahr während der Parlamentsferien eine Sommertour organisiert.
Das Ziel war es dabei, verschiedene Einrichtungen der Sozialarbeit kennenzulernen. Besuche und Besichtigungen dieser Art haben den Vorteil, dass die Mitarbeiter und auch die Betreuten direkt selbst auf Errungenschaften oder Missstände aufmerksam machen können.
In diesem Rahmen habe ich beispielsweise eine Wohnstätte für mehrfach behinderte Menschen der Arbeiterwohlfahrt Sonnenstein gGmbH besucht. Eindrucksvoll konnte ich mir ein Bild von den Wohnbedingungen machen. Die aufopferungsvolle Arbeit der umsichtigen Pflegekräfte möchte ich an dieser Stelle besonders hervorheben. Ermöglichen sie doch mit ihrer Tätigkeit jeden Tag auf´s Neue ein menschwürdiges Dasein der Heimbewohner.
Weitere Stationen auf der Tour waren zum Beispiel das Diakonische Werk Sachsen, bei dem es vorrangig um die Arbeit der Wohlfahrtsverbände im Freistaat Sachsen ging, ein Gespräch mit Vertretern des Kinder- und Jugendrings Sachsen sowie der Gedankenaustausch mit Vorstandsmitgliedern der Sächsischen Landesstelle gegen Suchtgefahren e.V..
Darüber hinaus traf ich mich auf Einladung der Treberhilfe Dresden e.V. mit Vertretern des Kontaktladens Neustadt auf der Albertstraße. Auch hierbei konnte ich einige interessante Eindrücke und Erkenntnisse darüber gewinnen, auf welche positive Art und Weise scheinbar verloren gegangenen Menschen unserer Gesellschaft geholfen wird.
Im Rahmen der Überarbeitung des Unterbringungskonzeptes der Landeshauptstadt Dresden besuchte ich gemeinsam mit dem Dresdner Sozialbürgermeister Martin Seidel das Suchtzentrum Ufer am Emerich-Ambros-Ufer. Vertreter der Geschäftsführung des Trägervereins und ein pädagogischer Mitarbeiter führten uns durch das 28 Wohnplätze umfassende Objekt. In der Einrichtung finden nichtabstinente, chronisch mehrfachgeschädigte abhängigkeitskranke Frauen und Männer eine Unterkunft. Die zumeist obdachlosen Bewohner erhalten dort verschiedene Beratungs- und Gesprächsangebote sowie diverse Vermittlungen beispielsweise zu Entgiftungsbehandlungen aber auch Hilfe bei Behördenangelegenheiten.
Ein besonderes Anliegen war mir der Besuch eines Zeltlagers bei Hohenstein-Ernstthal. Hier können Kinder von inhaftierten Eltern für eine Woche einen Teil ihrer Ferien unbeschwert und fernab ihres nicht immer leichten Alltags verbringen.Bemerkenswert dabei ist, dass sich das komplette Camp ausschließlich über Spenden finanziert und ca. 25 ehrenamtliche Betreuer zum großen Teil ihren eigenen Urlaub dafür verwenden, diesen Kindern ein unvergessliches Erlebnis zu bereiten.
Zurückblickend sehe ich in all diesen Besuchen einen wirklichen Erfahrungsgewinn für meine Arbeit im Landtag und freue mich schon jetzt darauf, auch im nächsten Jahr in einem ähnlichen Rahmen weitere Eindrücke sammeln zu können.